Über Sascha Schulz

Sascha Schulz ist Autor und Fotograf. Seit drei Jahrzehnten arbeitet er dort, wo Medien, Marketing und Technik sich begegnen, meist etwas früher, als es bequem war. Hier ist die lange Fassung.

Sascha Schulz im weißen Shirt vor dunklem Hintergrund

Der Traum eines Elfjährigen

Mit elf wollte er ein großer Verleger werden, à la Murdoch oder Maxwell. (Auch Träume, lernt man später, brauchen ein Lektorat.) Ein Schülerstipendium bei IBM brachte ihn an Windows, Desktop Publishing 1.0 und viele andere Programme, zu einer Zeit, als das Internet noch nicht erfunden war. Von da an war er bei der Digitalisierung dieser Welt dabei und ersparte sich Jahre mit Rubbelbuchstaben, Skalpell und Klebeumbruch.

Ein Magazin vor dem Abitur

In den folgenden Jahren gründete er ein Stadtmagazin und wurde dafür mit Preisen der Deutschen Lufthansa und des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands ausgezeichnet, für die beiden Leidenschaften, die ihn bis heute begleiten: Schreiben und Fotografieren. Noch vor dem Abitur verkaufte er das Magazin an einen großen Verlag, gründete sein erstes Unternehmen im Campus-Marketing mit, schrieb für Deutschlands größtes Hochschulmagazin und half Unternehmen wie Bose und Club Med sowie Persönlichkeiten wie Carsten Maschmeyer, High Potentials unter Studierenden zu erreichen. Nebenbei studierte er Betriebswirtschaft in Düsseldorf und Hagen.

Microsoft, Quelle, Condé Nast

Nach einem Lehrjahr als persönlicher Assistent des Werbe-Urgesteins Werner Herrwerth in München (BMW Motorrad, Ikea, Bayerische Grenzpolizei, Senioren Club Deutschland) und einer prägenden Zeit in einer Beilagenagentur für einen Textildiscounter war der Kindheitstraum in erwachsener Form angekommen. Mit 23 wurde er Etatdirektor für das Direktmarketing von Microsoft, dem Quelle Versandhaus und Condé Nast (Vogue, GQ, AD Architectural Digest). Mit einem wunderbaren Team setzte er für sie und andere Kunden Anzeigen, Mailings, Citylight-Plakate und Verkaufsförderung um.

Eine Digitalagentur im Jahr 1996

Nach den ersten kleinen digitalen Projekten bei CompuServe gründete er 1996 die Online-Abteilung einer führenden deutschen Dialogmarketing-Agentur. Innerhalb von fünf Jahren wuchs sie zu einer Digitalagentur mit achtzig Menschen. Zu den Arbeiten gehörten die IFA Internationale Funkausstellung Berlin, die Hamburger Morgenpost, die erste Website der deutschen GQ, die Digitalisierung von Bausparkassen, Online-Banking für Makler, Banken und Sparkassen, das erste browserbasierte Online-Spiel der Deutschen Telekom, die ersten Online-Auktionen für T-Mobile-VIP-Kunden, E-Commerce für Velux und B2B-Konzepte für Opel Nutzfahrzeuge.

Die Agentur verkaufte er an eine Aktiengesellschaft des Neuen Marktes. Dort vermarktete er frühe KI-basierte Suchtechnologien und lernte von Führungskräften des SAP-Konzerns, wie das Softwaregeschäft auf Anbieterseite funktioniert.

Gemeinsam besser

Vielleicht weil sein eigenes Talent früh gefördert wurde, hat er Wissen immer weitergegeben. Viele Jahre lehrte er an der Deutschen Direktmarketing Akademie und an der Akademie für Design. Im Deutschen Dialogmarketing Verband und in der FEDMA, dem europäischen Verband der Branche, gründete und begleitete er die Bereiche E-Commerce und Online-Marketing. International war er Dozent für die Deutsche Post und den Softwarehersteller Intershop, half Gründerinnen und Gründern auf ihrem eigenen Weg ins digitale Marketing und baute mit Agenturinhabern in Paris und London ein europäisches Netzwerk für digitales Dialogmarketing auf.

Interims-CEO für digitale Start-ups

Nach bewegten Jahren im selben Boot wie die Generation Neuer Markt wandte er sich der Innovation für etablierte Unternehmen zu. Für den Schweizer Ferienhausanbieter Interhome entwickelte er den ersten datenbankgestützten gedruckten Reisekatalog, mit bemerkenswerten Rücklaufquoten und viel Lob auf der ITB. Es folgten ein soziales Netzwerk für die Reisebranche und im Auftrag von Investoren Wachstum, Restrukturierung oder Neuordnung von Start-ups: Datenhygiene, Gutscheinplattformen, mobile Stadtführer, Inbound-Marketing.

Eine Auszeit und eine Akademie

Nach einem Sabbatical, mit viel Zeit für die Fotografie, gründete er in Berlin Deutschlands erste Akademie für Influencer-Marketing mit. Es ging um Authentizität, die Kraft von Empfehlungen und die damals neue Idee, dass jeder sein eigener Sender sein kann.

Heute

Heute schreibt Sascha Schulz über das, was kommt: eine Zukunft, mit der man leben kann, Geld ohne Scham, Maschinen und die Menschen neben ihnen, Kultur und gut gemachte Dinge. Dieser Almanach ist der Ort dafür. Rethink Future war einmal ein Firmenname. Heute ist es einfach eine Anleitung.

Noch nicht fertig.