Leitessay · Ausgabe 2027
Im Zweifel einfach anfangen.
Was bleibt, wenn sich alles ändert? Ein Almanach für 2027: über Geld, das uns nachts wach hält, Maschinen, die schreiben, und Menschen, die trotzdem anfangen.

Inhalt
Sechs Kapitel, eine Ausgabe. Jeder Text zum Lesen, zum Hören und als Song. Auf Deutsch und Englisch.
- IZukunftKeine Prognosen. Szenarien, für die man morgens aufsteht.
- IIGeldFinanzielle Gesundheit, weltweit. Geldsorgen sind keine Privatsache.
- IIIKIWerkzeug, Spiegel, Zumutung. Was Maschinen können und warum sie uns trotzdem brauchen.
- IVUmbruchJob verloren, Neustart, zweite Halbzeit. Notizen für alle, die dazwischen stehen.
- VKulturWie wir zusammenleben, während alte Gewissheiten Pause machen.
- VIDesignForm ist Haltung. Über Dinge, die gut gemacht sind, und warum wir das spüren.

Wie verwundbar sind wir?
Weltweit, nach Regionen und in drei Schwerpunktländern: Wie viele Menschen eine unerwartete Rechnung nicht stemmen könnten.
Die Messgrößen unterscheiden sich je nach Quelle und sind nicht direkt vergleichbar. Die Weltbank hat Länder mit hohem Einkommen 2024 dazu nicht befragt, daher stehen Deutschland, die USA und Japan für Nordamerika, Westeuropa und Ozeanien.
Sechs Bilder, ein Gedanke

Ein Gesicht ist nie nur ein Ausdruck. Zwischen zwei Bildern ändert ein Gedanke seine Meinung.

Der Autor
Noch nicht fertig.
Mit elf ein Schülerstipendium bei IBM, lange bevor das Internet ein Wort war. Vor dem Abitur ein eigenes Stadtmagazin. Später Direktmarketing für Microsoft, Quelle und Condé Nast und 1996 eine der ersten Digitalagenturen Deutschlands.
Heute schreibt Sascha Schulz über das, was kommt: eine Zukunft, mit der man leben kann, Geld ohne Scham, Maschinen und die Menschen neben ihnen. Zwei Leidenschaften sind geblieben: Schreiben und Fotografie.
Ein privates Projekt. Hier wird nichts verkauft.
Neu
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Form ist eine Haltung
Ein gut gemachter Gegenstand verrät, wie lange sein Hersteller ihn in unseren Händen sah. Die wachsenden Berge von Elektroschrott zeigen, dass wir kaum noch hinhören.
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Denken ist öffentlich
Das Vertrauen sinkt, das Wegschauen wird Gewohnheit. Helfen wird nicht mehr Information, sondern mehr Gesellschaft: lautes Denken in Räumen mit anderen Menschen.
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Hände hoch ist keine Strategie
Die ersten hundert Tage nach dem Jobverlust entscheiden weniger über das Geld als über das Selbstbild. Drei Regeln helfen: ordnen, reden, anfangen.
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Die Maschine hat einen Witz erzählt
Software schreibt inzwischen Pointen, die Fremde lustiger finden als die meisten menschlichen. Ob gerade der Moment dafür ist, weiß sie nicht.
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Geld ist ein Gefühl
Geldsorgen halten sich nicht an Bürozeiten. Wer eine überraschende Rechnung stemmen könnte, von Lagos bis Tokio, und warum sich finanzielle Gesundheit am Schlaf misst.
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Szenarien statt Prognosen
Prognosen verraten mehr über die Stimmung des Augenblicks als über die Zukunft. Szenarien leisten etwas Bescheideneres: Sie bereiten vor, ohne vorherzusagen.